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Bindungstypen

Lernreise · Schritt 2 von 6

Die vier Bindungstypen

Wie wir als Erwachsene Nähe suchen, auf Distanz reagieren und mit Konflikten umgehen, hängt auch mit unseren Bindungserfahrungen zusammen. Die Forschung beschreibt dafür vier typische Muster.
  • Ängstlich

    Viel Bindungsangst, wenig Vermeidung

    Große Sehnsucht nach Nähe, verbunden mit der Sorge, nicht genug geliebt oder verlassen zu werden.

  • Desorganisiert

    Viel Bindungsangst, viel Vermeidung

    Nähe wird gleichzeitig gewünscht und gefürchtet. Oft wechseln Annäherung und Rückzug.

  • Sicher

    Wenig Bindungsangst, wenig Vermeidung

    Nähe fühlt sich gut an, Abstand ist kein Drama. Vertrauen fällt vergleichsweise leicht.

  • Vermeidend

    Wenig Bindungsangst, viel Vermeidung

    Unabhängigkeit steht an erster Stelle. Wird es zu nah, kommt der Impuls, auf Abstand zu gehen.

Muster, keine Schubladen

Was du beim Lesen der vier Typen im Kopf behalten solltest.

Bindungstypen sind keine Diagnosen und keine festen Schubladen. Die meisten Menschen tragen Anteile mehrerer Muster in sich, und Bindung kann sich je nach Beziehung und Lebensphase verändern.

Wie das Konzept entstanden ist, erklärt Was ist Bindung?

Typen oder Dimensionen?

Die Forschung misst Bindung heute meist auf zwei Skalen. Die vier Typen sind eine vereinfachte Landkarte darauf.

Die vier Typen ergeben sich aus zwei Fragen: Wie groß ist die Sorge, verlassen zu werden (Bindungsangst)? Wie unwohl fühlt sich Nähe an (Bindungsvermeidung)? In der Karte oben steht deshalb bei jedem Typ, wo er auf beiden Skalen liegt.

Bindungsangst und Bindungsvermeidung erklärt